In unserer Heimatstadt können Sie viel erleben!

Geografie und Geschichte Attendorns

Die Hansestadt Attendorn liegt im Nordwesten des Kreises Olpe im südlichen Sauerland. Sie befindet sich im Naturpark Ebbegebirge wenige Hundert Meter nördlich des Biggesees. Der höchste Punkt des Stadtgebiets ist die Rüenhardt (636 m ü. NN). Das Stadtgebiet umfasst 97 km², wovon etwa die Hälfte von Wald bedeckt ist.

Die Lage der Stadt wird durch das in der Attendorn-Elsper-Kalkdoppelmulde gute Klima, den ertragreichen Boden und die günstigen Verkehrsmöglichkeiten begünstigt und zog schon in vorgeschichtlicher Zeit Menschen an. Eine stärkere Besiedlung ist seit dem Mittelalter nachzuweisen.

Die Stadt liegt an dem Schnittpunkt zweier Fernverkehrsstraßen, der Heidenstraße und der so genannten „Königsstraße“. In der Zeit Karls des Großen entstand dort eine Urpfarrei. Unter dem Boden der St.-Johannes-Kirche sind die Fundamente einer Missionskirche vorhanden. 1072 stiftete der Erzbischof Anno von Köln das Kloster Grafschaft und stattete es u.a. mit Rechten an einem Hof in Attendorn aus. Die Stiftungsurkunde des Klosters Grafschaft stellt die erste urkundliche Erwähnung von Attendorn dar. Im Jahre 1222 wurden unter Engelbert I. von Berg der Stadt durch Verleihung des Soester Rechts die Stadtrechte zugesprochen. Die um 1200 errichtete Burg Schnellenberg und die Erwerbung der Waldenburg im Jahre 1248 dienten der Sicherung der Interessen der Stadt Köln in der Region.

Die neun Zünfte sowie die politische und kirchliche Stellung der Stadt als Grenzfeste gegen die Grafschaft Mark brachte Reichtum und Wohlstand nach Attendorn. Als einzige Stadt des Sauerlandes trat Attendorn 1255 dem Rheinischen Städtebund bei. Attendorn war mittelbares Mitglied der deutschen Hanse. Um 1200 war Attendorn bereits erzbischöfliche Münzstätte. Das Stadtwappen zeigt in Silber ein schwarzes Balkenkreuz (Wappen des Erzbistums Köln), begleitet von einem nach rechts gewendeten roten Halbmond in der rechten oberen Ecke.

Attendorn verfügt über zahlreiche historische Bauten. Neben der Pfarrkirche St. Johannes Baptist und zwei (von vier) noch erhaltenen Wehrtürmen muss hier das "Alte Rathaus" auf dem Marktplatz erwähnt werden, das heute das Südsauerlandmuseum beheimatet. Das Museum zeigt neben kulturgeschichtlichen Exponaten aus dem Kreis Olpe auch das Westfälische Zinnfigurenkabinett und gibt Informationen über die Stadtgeschichte.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr befindet sich seit 1986 ein zweites sehr sehenswertes Museum in Attendorn: das der Feuerwehr. Von April bis Oktober ist es jedes erste und dritte Wochenende im Monat geöffnet und präsentiert historische Exponate wie Löschfahrzeuge, Uniformen und Gerätschaften.

Attendorn ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt für seine Feste und das von allen Bevölkerungs- und Altersschichten gelebte Brauchtum. Das Schützenfest, der Karneval und das Gauklerfest locken Jahr für Jahr mehrere zehntausend Gäste in die Stadt. Das Osterbrauchtum ist allerdings ganz besonders ausgeprägt. Neben den Osterfeuern der vier "Poorten" (Stadttore) und sämtlichen Ereignissen, die sich rund um diese Tradition gruppieren, gehört der "Semmelsegen" vor der Pfarrkirche St. Johannes Baptist zu den Höhepunkten der österlichen Traditionen. Beinahe schon Weltruhm erlangt hat übrigens die "Original Attendorner Ostersemmel", ein Mischbrot mit Kümmel, das in der Woche vor Ostern ausschließlich von den Attendorner Bäckern gebacken wird. Besonders auffällig sind die Einkerbungen an den Enden der Ostersemmeln, die den Broten das Aussehen von Fischflossen verleihen.

Die sicherlich bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Attendorner Tropfsteinhöhle, besser bekannt als "Atta-Höhle". Sie wurde die 1907 beim Kalkabbau freigelegt und stellt eines der größten zusammenhängenden Höhlensysteme Deutschlands dar.

Ein beliebtes touristisches Ziel ist auch die Biggetalsperre. Sie ist ein großes Naherholungsgebiet und eine beliebte Wassersportregion für die Stadt und das Umland.